Hanspeter Dähler
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Xavier Toubes

Roman

2012, Ton, Glasur, Lüster / clay, glazes, lusters

68 x 41 x 40 cm

Historic Evening

2012, Ton, Glasur / clay, glazes

53 x 28 x 23 cm

She Describtions

2009, Porzellan, Ton, Glasur, Lüster

h 29 cm

Cabeza Pequena

2009, Ton, Glasur, Lüster

h 17cm

Thinking Matters Series (Exquisite Nomads), 2003

Steinzeug, Glasur / Stoneware, Glaze

H: 82 cm


1947 geboren / born in A Coruña

1974 - 77 Goldsmith's College University of London

1980 - 83 New York State College of Ceramics at Alfred University

1991 -99 Artistic Director, European Ceramics Work Centre, 's-Hertogenbosch

Werke in öffentlichen Sammlungen /

Works in public collections:

Auswahl / Selected List:

New York State College of Ceramics, Alfred University / MuseoCarlos Maside,

Sada, A Coruña / European Ceramics Work Centre, 's-Hertogenbosch / Arizona

State University Art Museum / Fundacion Banco de España, Madrid / Museo

de Ceramica de Manises, Valencia / Taipei Fine Arts Museum, Taiwan /

Ackland Art Museum, USA / Jingdezhen International CeramicInstitute, China /

Etela-Karjalan Taidemuseo, Lapeeranta, Finland / North Carolina State University

Visual Arts Center, Raleigh / Centro Galego da Arte Contemporanea, Santiago

de Compostela

Xavier Toubes

„Kein Stillstand, nirgends“ betitelte die Kunsthistorikerin Polly Ullrich aus Chicago ihren Artikel über den Künstler Xavier Toubes in der Fachzeitschrift Keramik Magazin Nr. 3/2003 und trifft damit sowohl das Wesen des Künstlers, als auch das Wesen seiner Kunst.

„Auf der Welt ist alles in Bewegung. Es gibt ein andauerndes Gefühl, dass nichts fest ist, und wir uns in ständigem Prozess der Veränderung befinden“, ist eine wiederkehrende Aussage von Xavier Toubes.
Die Themen des Paradoxen und der Dualität kommen in der Arbeit des Künstlers häufig vor. Körper/Geist, Unsicherheit/Sicherheit, Poetik/soziale Aktionen sind vielleicht verknüpft mit seiner persönlichen Geschichte. Diese umfasst eine lebenslange Verschmelzung von Kunst und Aktivismus im Leben eines Mannes, der von Ort zu Ort auf dieser Welt zog. Der andauernde Wechsel scheint seine Kunst hervorgebracht zu haben, die einige der altertümlichsten und traditionellsten Formen verschmolzen hat mit konzeptuellen Ansätzen und neuer Technologie.

„Kunst machen ist ein Akt des Widerstandes. Das Streben nach Kultur und also nach Kunst erfordert eine „rebellische Haltung“, denn Kunst und Kultur fordern die herrschenden Machtstrukturen der Gesellschaft heraus.
Kunst stellt eine wichtige Tatsache in der Welt dar. Es steckt ein ganz ausserordentliches Potential in ihr. Kunst wohnt eine Art des Lernens inne, nämlich, dass man lernt, wie man in der Welt steht. Es steckt die Jagd nach Schönheit in ihr und eine freudige Haltung. Deshalb auch ist Freude eine rebellische Äusserung – sie ist radikal, besonders in der heutigen Welt.“ Xavier Toubes

Xavier Toubes wurde 1947 in A Coruna in Galizien geboren. Mit 22 zog er nach London, wo er als Mitglied der Gruppo de Traballo Galego en Londres, einer Gruppe Intellektueller beitrat. Er erkannte, dass Kunstschaffen politische Aktion sein könnte, dass er Kultur schaffen und herausfordern konnte. Mit dieser Haltung begann er seine Laufbahn als Künstler. Nach Ausbildungen im Londoner Goldsmith College und in der berühmten Winchcomb Pottery, erhielt er 1983 einen Master of Fine Arts an der Alfred University in New York. Beinahe zehn Jahre lehrte er als Professor für Kunst an der University of North Carolina. Während seiner Zeit als Direktor des Europäischen Werkzentrums im holländischen s’Hertogenbosch (1991 – 1999) richtete er seine Vorliebe für Reformen und Veränderungen ganz auf die Keramik aus. Sein Ruf als Erneuerer keramischer Einrichtungen führte ihn 1999 nach Chicago, wo er Professor an der School of Art Institut of Chicago wurde, und wo er noch heute lehrt.

Xavier Toubes’ Plastiken sind verflochten in einer Beziehung zum Körper, zu der greifbaren Welt des Fleisches und der Dinge. Die Oberflächen seiner Werke können als pulsierende Haut aufgefasst werden. Tatsächlich aber ist es die Kunst, die beides verbindet: das Fleischliche und das Bewusstsein, Materialität und Immaterialität.