Hanspeter Dähler
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Aktuelle Ausstellung / Recent Show:

Akio Takamori

Long Distance

20. Februar - 26. März 2016

Katalog / Catalogue

Akio Takamori: Long Distance

Fr. 25.- plus Versand

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21 x 28 cm, 50 Seiten / pages

Text: Anne-Claire Schumacher

deutsch / english / français

Glacial Mountain

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

41 x 50 x 33 cm

verkauft / sold

Collection Musée Ariana, Genf, CH

Rain Mountain

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

37 x 47 x 31 cm

verkauft / sold

Twin Peaks

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

38 x 57 x 29 cm

verkauft / sold

Brothers

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

66 x 23 x 30 cm

Girl in Hair Buns

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

64 x 25 x 28 cm

verkauft / sold

Older Sister

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

71 x 25 x 28 cm

Girl in Braids

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

70 x 28 x 36 cm

Boy in Stripe Shirt

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

69 x 20 x 38 cm

Sisters

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

72 x 26 x 24 cm

Girl in White Sweater

2015, Steinzeug, Unterglasur / stoneware, underglazes

72 x 24 x 25 cm

verkauft / sold

Von Akio Takamori kannten wir bisher Darstellungen des Menschen in all seiner Einzigartigkeit und Vielfalt. Ganz gleich, ob sie von Bildern seiner japanischen Kindheit, der spanischen Malerei des 17. Jahrhunderts, dem Zen-Buddhismus oder der griechisch-römischen Mythologie inspiriert sind, führen seine Figuren weit über die geschichtlichen und kulturellen Inhalte hinaus, die sie vermitteln, und erreichen unser tiefstes Inneres.Takamoris Figuren treten uns auf strammen Beinen entgegen, sind in tiefem Schlaf versunken, kauern in einer aufreizenden Pose, oder sie halten sich in erotischer Umarmung umschlungen. Dabei lassen sie uns unabhängig vom jeweiligen Format nie gleichgültig, denn sie berühren das Wesentliche. Im Laufe der Zeit entledigte sich der Künstler sämtlicher überflüssiger Form- und Dekorelemente, so dass sich das Volumen in seiner Fülle und die gefärbten Flächen, die durch subtile, minimalistische Zeichenstriche betont werden, uneingeschränkt entfalten.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere überrascht uns der Bildhauer nun einmal mehr, denn er erweitert die menschliche Darstellung und umgibt seine Figuren mit eigenartigen, nebelverhangenen Bergen, die einen klaren Bezug zur traditionellen chinesischen und japanischen Landschaftsmalerei in Tusche aufweisen. Genau wie die Werke von Takamori lassen sich auch diese Malereien in ihrer Komplexität nicht auf Anhieb entziffern. Auf den ersten Blick scheinen alle Kompositionen aus identischen oder zumindest ähnlichen Bausteinen zu bestehen: majestätische Berge, Wasserfälle und Wasserflächen, dazwischen gelegentlich Behausungen und die Anwesenheit des Menschen. Die Ferne wird durch Dunst und Wolken angedeutet, wobei Perspektive und Fluchtlinie, auf die die Maler unserer europäischen Renaissance geradezu versessen waren, hier vollkommen unerheblich sind. Die Gemälde sind in der Regel auf eine Längs- oder Querrolle aufgezogen. Sie werden an einem ausgesuchten Ort aufgehängt (Kakemono) oder an die Hand genommen und langsam auseinandergerollt (Makemono) und nur dann bewundert, wenn der Betrachter dafür Zeit und Musse hat, denn ein Gemälde darf nicht ständig dem Blick ausgesetzt und keine reine Zierde sein. Vielmehr liefert es den Anstoss zu einer meditativen Reise auf der Suche nach einem Weg oder nach einer wohltuenden Rast in der unendlichen Weite der Natur, die uns umgibt, von der wir leben, und zu der wir schliesslich zurückkehren werden. Auf diese existentielle und philosophische Suche kann sich der Mensch während einer Bergwanderung, vor einem Ikebana Miniaturgarten, oder auch bei der Betrachtung von Takamoris Keramikbergen begeben. Im Orient sind Berg und Wasser als gegensätzliches und zugleich ergänzendes Begriffspaar (chinesisch: Shanshui, japanisch: Sansui) untrennbar miteinander verknüpft und bilden zusammen die Hauptelemente der Landschaft. Das Wasser und die Erde, die dem Berg entstammt, sind auch - und wohl nicht zufällig - die Grundbestandteile der Keramik. So gesehen ist es ganz selbstverständlich, dass Takamori, der durch seine Herkunft von dieser Kosmogonie geprägt ist, die Urbeziehung zwischen dem Menschen und der Natur thematisiert und darstellt, wie der Mensch die Natur immer wieder missbraucht, weil er in seiner Überheblichkeit glaubt, sie bändigen zu können.
Die Landschaften Takamoris auf eine blosse Transposition der orientalischen Malerei reduzieren zu wollen, wäre allerdings zu kurz gegriffen. Der Bildhauer entwickelt eine ganz persönliche Ausdrucksweise und schlägt damit eine Brücke zwischen der japanischen Kultur seiner Kindheit und dem Westen, wo er seit vielen Jahren lebt. Dabei verbindet er stets die Zweidimensionalität der Zeichnung mit der Plastizität der Skulptur. So sind etwa die schwarzen Umrisse der Berge eine Bezugnahme auf die Tuschemalerei alter buddhistischer Meister wie zum Beispiel Muqi Fachang (China, 13. Jh.) oder Sessh_ T_y_ (Japan, 15. Jh.), während die Farbgebung (warme Farben im Vordergrund, kalte Farben im Hintergrund) sich unmittelbar an die europäische Malerei anlehnt und namentlich an den flämischen Meister Joachim Patinir (1483-1524) erinnert. In einem verblüffenden Synkretismus bringt Takamori die Strichführung der orientalischen Tuschemalerei mit den Farbflächen europäischer Ölgemälde zusammen, und zwar ohne Pedanterie und mit einer gewissen spöttischen Distanz. Die Farben treffen auf das Weiss der Schäfchenwolken, die die Bergspitzen verdecken, und auf die Schleier - Nebel?, Gewässer? - über der Talsohle. Eine menschliche Präsenz findet sich nirgends. Man muss sie anderswo suchen.
Die Figuren mit Kindern, die einen Bruder oder eine Schwester auf dem Rücken tragen, überragen die Berge bei weitem. Durch dieses krasse Missverhältnis wird bewusst eine Distanz zwischen den Elementen geschaffen: Das Nebeneinander von Kindern und Bergen erzeugt Resonanz, jedoch kein homogenes, osmotisches Ganzes. Die Erklärung für diese positive, nachgerade idealisierte Schilderung einer konfliktfreien Geschwisterliebe, bei der das Ältere das Jüngere auf dem gemeinsamen Weg unterstützt, ist in einer der tragischsten Episoden in der japanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu suchen: Die Inspiration zu den Figuren lieferte eine Aufnahme aus der Reihe „Nagasaki Journey“, die der Militärfotograf Yosuke Yamahata am 10. August 1945, einen Tag nach dem Abwurf der Atombombe auf Nagasaki, machte. Jenseits der Tragik und des Grauens zeigt das Bild auch die Liebe und Sorge von Kindern füreinander und weckt damit Hoffnung für die Geschichte der Menschheit. Denn aus Kindern werden bald Erwachsene, die vielleicht ihrerseits Eltern werden und früher oder später den kommenden Generationen Platz machen.
Die Zweierfiguren von Takamori gehen weiter als das ursprüngliche Bild und zeigen am Beispiel dieser Kinder, deren Seele ja erst im Entstehen ist, die Vielfalt der menschlichen Seele auf. Die Komplexität von Beziehungen wird durch das unterschiedliche Verhältnis von Tragendem und Getragenem zum Ausdruck gebracht. Teils geben sie sich einem Gefühl der Geborgenheit hin, teils scheinen sie sich mit aller Kraft gegen etwas zu sträuben, wobei der Jüngere sich nach hinten krümmt und die Last des Geschwisters und der Verantwortung den Älteren zwingt, tief vornüber gebeugt zu gehen.
Mensch und Berg: Die Skulpturen und der gesamte künstlerische Werdegang von Takamori sind für uns eine Aufforderung zur Auseinandersetzung mit dem Menschsein, mit der kurzen Dauer unseres Aufenthalts auf dieser Erde, mit dem Platz, den wir im Universum und in der Geschichte einnehmen. Die Wahrnehmung des Künstlers gewinnt dabei stetig an Feinheit und Schärfe - und unsere Ergriffenheit gewinnt an Intensität.

Anne-Claire Schumacher

Akio Takamori nous avait habitués à représenter l'humanité dans toute son unicité et sa diversité. Qu'elles soient inspirées des images de son enfance japonaise, de la peinture espagnole du 17e siècle, du bouddhisme zen ou de la mythologie gréco-romaine, ses figures vont bien au-delà des références historiques ou culturelles qu'elles véhiculent, elles viennent nous émouvoir au tréfonds de notre âme. Campés frontalement sur leurs jambes solides, abandonnés dans le sommeil, accroupis dans une position ambiguëe ou enlacés dans une posture érotique, les personnages de Takamori, quelle que soit leur échelle, ne laissent jamais indifférents car ils touchent à l'essentiel. Au fil du temps, le céramiste a élagué tout élément anecdotique superflu, pour laisser s'épanouir le volume dans sa plénitude et les champs colorés, rehaussés d'un dessin subtil et minimaliste.
Au faîte de sa carrière, le sculpteur nous surprend une nouvelle fois en allant au-delà de la figuration humaine, créant autour de ses personnages d'étonnantes montagnes nimbées de brume. Ces montagnes font référence directe aux traditionnelles peintures de paysage à l'encre de la Chine et du Japon. Tout comme l'œuvre de Takamori, ces peintures ne sauraient s'appréhender dans leur complexité au premier regard ; elles semblent en apparence toutes composées d'éléments identiques ou similaires : montagnes majestueuses, cascades et étendues d'eau, au sein desquelles on décèle parfois des habitations et une présence humaine. L'éloignement est marqué par des brumes et nuages, sans aucun souci de perspective ou quelconque ligne de fuite qui ont obsédé les peintres de notre Renaissance européenne. Les peintures sont généralement montées en rouleau vertical ou horizontal, que l'on suspend (kakemono) dans un endroit privilégié ou que l'on prend en mains pour les parcourir en les déroulant lentement (makimono), lorsque le spectateur a la disponibilité et l'ouverture d'esprit pour les admirer. En effet, la peinture ne saurait être exposée de manière permanente, dans un seul souci décoratif. Elle se fait plutôt support d'un voyage méditatif, à la recherche d'un chemin ou en quête d'une halte régénérante au sein de l'immensité de la nature qui nous entoure, qui nous fait vivre et à laquelle nous retournerons. Cette même quête existentielle et philosophique peut être menée lors d'une marche en montagne, devant un jardin miniature ikebana ou en face des montagnes céramiques de Takamori. En Orient, la montagne est indissociablement associée à l'eau, dans un couple d'opposé complémentaire (shanshui en chinois, sansui en japonais) qui, dans son association, qualifie le paysage. L'eau et la terre de la montagne sont également, et ce n'est certainement pas un hasard, les éléments premiers constitutifs de la céramique. Il paraît donc bien naturel que Takamori, dont les racines plongent dans cette cosmogonie, exprime avec force ce lien fondamental de l'homme à une nature qu'il ne cesse de galvauder, se croyant dans son orgueil capable de la dompter.
Mais il serait bien réducteur de limiter les paysages de Takamori à une banale transposition de la peinture orientale. Le sculpteur développe un langage très personnel, à cheval entre la culture japonaise de son enfance et l'Occident où il vit depuis de nombreuses années ; il oscille également constamment entre la bi-dimensionnalité du dessin et la plasticité de la sculpture. Ainsi, si le contour noir des montagnes évoque la touche de peintres bouddhistes comme Muqi Fachang (Chine, 13e s.) ou Sessh_ T_y_ (Japon, 15e s.), le choix des couleurs (chaudes à l'avant, froides à l'arrière-plan) est une référence directe à peinture européenne, comme celle du Flamand Joachim Patinir (v. 1483-1524). Takamori réunit dans un syncrétisme saisissant le tracé de la peinture à l'encre orientale et les aplats colorés des huiles européennes, sans pédanterie et avec un détachement empreint d'une certaine dérision. Aux couleurs s'oppose le blanc des nuages moutonneux qui masquent les sommets et des nappes qui se nichent au creux de la vallée : brume ou étendue d'eau ? Nulle présence humaine n'est visible, il faut la chercher ailleurs.
Les figures d'enfants portant sur leur dos un frère ou une sœur, excèdent largement en taille les montagnes, dans un déséquilibre flagrant, qui crée une distanciation volontaire entre les éléments : enfants et montagnes sont juxtaposés, résonnent ensemble sans former une unité homogène et osmotique. Cette image positive, presque idéalisée, de la fraternité, dans laquelle l'aîné soutient le cadet pour marcher de concert dans la même direction, sans conflits, prend sa source dans l'un des épisodes les plus tragiques de l'histoire japonaise du 20e siècle. En effet, les figures s'inspirent d'un cliché de la série « Nagasaki Journey » réalisée par le photographe militaire Yosuke Yamahata le 10 août 1945, au lendemain du largage de la bombe atomique sur Nagasaki. En dépit de la tragédie et de la cruauté de l'image, le soin et l'amour d'un enfant pour l'autre est porteur d'espoir pour l'histoire de l'humanité. Les enfants ne sont autres que des adultes en devenir, qui à leur tour deviendront peut-être parents, vieilliront et laisseront place à d'autres.
Les duos de Takamori transcendent l'image modèle ; ils sont révélateurs de la diversité de l'âme humaine, soit-elle en devenir comme celle de ces enfants. Le lien entre le porteur et le porté fait état de la complexité du rapport et du lien ; certains s'abandonnent dans un cocon affectueux, alors que d'autres semblent en lutte dans une posture inconfortable pleine de tension, le cadet arqué vers l'arrière et l'aîné résolument courbé vers l'avant, sous l'effet du poids et de la responsabilité.
Homme et montagne : à travers ses sculptures, à travers toute sa trajectoire artistique, Takamori nous confronte à notre condition d'humain, à notre passage éphémère sur terre entre naissance et mort, à notre place dans l'univers et dans l'histoire, avec une acuité de plus en plus fine et sensible. Comment ne pas en être bouleversé?

Anne-Claire Schumacher

Akio Takamori is familiar to us through his representations of the human figure, with all its uniqueness and diversity. Whether they are based on images from his Japanese childhood, are inspired by Spanish 17th century painting, by Zen Buddhism, or Greco-Roman mythology, his figures transcend the historical and cultural contexts to touch the very substance of our souls. They stride towards us on sturdy legs, are lost in deep sleep, crouch in provocative poses, or are wrapped in an erotic embrace. Whatever shape or format he gives them, they are always profoundly affecting. Over the years, the artist has gradually eliminated all superfluous anecdotal elements in order to allow the fullness of volume and coloring - accentuated with the expressive lines of his subtle and minimalist drawing work - to freely unfold.
Now, at a high point in his career, the sculptor surprises us once again by taking the representation of the human figure a stage further. He surrounds his figures with wondrous cloud-enshrouded mountains that directly reference traditional Chinese landscape paintings. Like Takamori's works, these complex ink paintings cannot be grasped at one glance, requiring time to unfold. One then becomes aware of almost identical or similar elements: majestic mountains, waterfalls and stretches of water, and in between the occasional dwelling, a human presence. Distance is indicated by mist and clouds, without a hint of linear perspective or vanishing lines with which the painters of the European Renaissance were so concerned.
The paintings are generally mounted on vertical or horizontal scrolls and hung (kakemono) on a wall or slowly unrolled by hand (makimono). Only once the viewer is prepared and in the right state of mind can this visual journey be taken. These paintings are not intended to be on permanent exhibition or as mere decoration, but, rather, provide an impulse for a meditative journey in search of a restorative resting place in the infinite expanse of the nature that surrounds us, sustains us, and to which we will finally return. A person can undertake such an existential and philosophical journey by setting out on a mountain hike, standing in front of an Ikebana miniature garden, or contemplating Takamori's ceramic mountains.
In East Asian culture, mountains and water, which form the main elements of a landscape, are considered complementary opposites (Chinese: Shanshui, Japanese: Sansui) that are inextricably connected. The water and the earth that come down from the mountains are also the essential components of clay. Thus, through his work Takamori, whose roots are to be found in this cosmogony, examines the fundamental relationship between humans and nature - a nature which we continue to believe, in our hubris, can be subjugated.

However, Takamori's landscapes transcend a mere transposition of East Asian painting. The sculptor develops an altogether personal means of expression, bridging the Japanese culture of his childhood with that of the West, where he has now lived for many years. He skilfully combines the two-dimensionality of drawing with the plasticity of sculpture. Thus, the black outlines of the mountains reference ink drawings by Buddhist masters, such as Muqi Fachang (China, 13th century) or Sessh_ T_y_ (Japan, 15th century), while the coloring (warm colors in the foreground, cooler colors in the background) is derived from European painting and reminds one in particular of the Flemish master Joachim Patinir (1483-1524). In a striking syncretism, Takamori manages to combine the brushwork of East Asian ink painting with the color application of European oil painting, but with both minimal affectation and an appropriate critical distance. The colors meet with the white of the fleecy clouds surrounding the mountain peaks and veils of mist suspended over the valley: fog or bodies of water? No humans can be found here. One must look for them elsewhere.
The figures of children carrying a brother or sister on their backs tower over the mountains. This extreme disproportion creates an intentional distance between the elements: the juxtaposition of children and mountains resonates, but jars one's sense of the expected, idealized depictions of love between siblings. The inspiration for these figures, in which the older child helps the younger on their shared path, is to be found in one of the most tragic episodes of 20th century Japanese history; here, specifically, in a photograph of the 'Nagasaki Journey' series taken by the military photographer Yosuke Yamahata on August 10th, 1945, one day after the atom bomb was dropped on Nagasaki. Beyond the horror of this great tragedy, the image also shows how the children care for each other, restoring one's hope in humanity and continuity. The children will some day be adults who will perhaps in turn become parents, and sooner or later make way for the next generations.
Takamori's paired figures go beyond the photograph and reveal, based on the example of these children whose souls are still in the process of becoming, the diversity of the human soul. The complexity of the relationships is expressed through the different relations between the carrying and the carried. In part they abandon themselves to a feeling of security, in part they seem locked in a struggle, whereby the younger one arches backward, while the older child bends forward with the weight and the burden of responsibility.
Man and mountain: with his sculptures and with his artistic reach, Takamori confronts us with our human condition, with our ephemeral sojourn on earth between birth and death, and the space that we occupy in the universe and in history. The perception of the artist grows steadily finer and more poignant. How can we not be moved?

Anne-Claire Schumacher