Hanspeter Dähler
Schaalgasse 9
CH-4500 Solothurn
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Mi / Do / Fr 14 -18.30 Uhr / Sa 14 -17 Uhr
und nach Vereinbarung


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Gundi Dietz

Pele und Tara

2014, Kunststoff, Metallbeschichtung

h 75 cm

Eingeringelte

2004, Bronze

46 x 31 x 13 cm

Alfred

2015, Porzellan

50 x 20 x 31 cm

verkauft

Bewegte

2014, Bronze

h 79 cm

verkauft

Kopf

2015, Porzellan

h 14 cm

Black Rosy

2013, Bronze

h 140 cm

Lente

2008, Porzellan

32 cm

Badende

2003, Porzellan

h 31 cm

Badende

2004, Porzellan

h 31 cm

Emily

2011, Porzellan

h 29 cm

verkauft, Collection Musée Ariana, Genève

Büste (Detail)

1998, Porzellan

h 23 cm

verkauft

Stehende (Detail)

1995, Porzellan

h 69 cm

1942 geboren in Wien, Oesterreich
1966-69 Studium der keramischen Plastik, Hochschule für Angewandte Kunst, Wien
1969-70 Meisterklasse für Gestaltungslehre
seit 1973 freischaffend
1982 Ausbildung zur Maskenbildnerin in Berlin

Auszeichnungen:
1982 Preis des Landes Niederösterreich
1983 Preis der Stadt Wien
1993 Silberne Ehrennadel des Landes Niederösterreich
2001 Verleihung des Berufstitels " Professor " im Wiener Bundeskanzleramt
2001 Silberne Ehrennadel, Maria Enzersdorf
2007 Grand Prix World Exhibition for Miniatur Ceramics, Zagreb
2009 Goldene Medaille Künstlerhaus Wien

Ausstellungen / Exhibitions: 1975 Galerie am Graben, Vienna/A
1976 Künstlerhaus, Vienna/A
1979 Keramik Museum, Budapest/Hungaria
1979 Tiffani, New York/USA
1980 Museum Applied Arts, Vienna/A
1981 Galery van Boehlen, Amsterdam
1981 Gallery Terracotta, Groningen
1982 Galerie Schneider, Freiburg/CH
1982 Galerie am Graben, Vienna/A
1982 Galerie am Neumarkt 17, Zürich/CH
1983 Art Basel/Galerie Lang, Vienna/A
1985 Ankrum Gallery L.A./USA
1989 Konfrontationen/Messepalast, Vienna/A
1990 Keramion, Frechen/Köln/D
1991 Configura, Erfurt/D
1993 Künstlerbunker, Leverkusen/D
1995 EDO, Paris/F
1996 Museum of Contemporary Art, Taipeh/Taiwan
1996 Prefectural Art Museum, Saga/Japan
1997 Galerie bei der Albertina, Vienna/A
1997 Galerie KOV, Zürich/CH
1998 Galerie Marianne Heller, Heidelberg/D
1999 Kunstforum Kirchberg/CH
1999 European Ceramic, Nottinghampshire/England
2000 Keramion, Frechen/D
2000 Galerie Heiligenkreuzerhof, Vienna/A
2000 Stadtmuseum, Györ/Hungaria
2001 Landesgalerie-Schloß Mondsee/OÖ/A
2001 Biennale, Icheon-Museum/Korea
2001 Kunstforum Kirchberg/CH
2002 Galerie Menotti, Baden/A
2003 Künstlerhaus Wien/A
2003 Galerie Ingrith Desmeth, Heule/Belgium
2003 Galerie Kunstforum Kirchberg/CH
2003 Biennale, Icheon-Museum/Korea
2004 Landesmuseum, St.Pölten/NÖ/A
2005 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2005 Galerie Leslie Ferrin, Lenox MA, USA
2005 SOFA, NY/USA
2005 Biennale, Icheon/Korea
2005 Tong-In Gallery, Seoul/Korea
2006 IAC Exhibition, Riga/Latvia
2007 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2007 Galerie Elisabeth Michitsch, Vienna/A
2008 Galerie Artworks, Antwerpen/B
2008 Galerie Chiz, Pittsburgh, USA
2008 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2008 Biennale Exibition Xi'an/China
2008 Museo MAC Arte Contemporaneo Santiago/Chile
2008 Lineart Gent/Belgium
2009 Galerie van Campen & Rochtus Antwerpen/Belgium
2009 Galerie Arte Espazio Santiago/Chile
2009 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2009 Museum Bellerive Zürich/CH
Werke in öffentlichen Sammlungen /
Works in public collections:

Museum für angewandte Kunst, Wien / Cooper Hewitt, New York / Kunstgewerbemuseum, Prag / Federico Fellini Center, Rom / Mary Guggenheim, Paris / Herbert von Karajan Center, Wien / Museum of Contemporary Art, Seoul, Korea / Grace Kelly Foundation, Monaco / Musée Ariana, Genf / Museum der Niederösterreichischen Landesregierung / Choson Royal Museum, Kwangju, Korea / Universität für angewandte Kunst Wien, Die Sammlung / Prefectural Art Museum, Saga, Japan / Museum of Contemporary Art, Taipeh, Taiwan / Gaolin International Artmuseum, Jingdezhen, China / ASU Art Museum, Arizona, USA

Körper und Seele / body and soul

Im Laufe der Jahre hat Gundi Dietz ihre Werke, welche sowohl eine allgemeingültige Idee wie eine persönlich geprägte Urheberschaft zeigen, immer mehr auf ihre Grundsubstanz reduziert. Ihre Geschöpfe sind stets mehr als nur Abbild und niemals naturalistische Nachbildung. Sie zeigen das Erleben, Wissen und Erkennen, Verstehen und Interpretieren von kulturellen und individuellen Erfahrungen der Künstlerin. Gundi Dietz beschäftigt sich mit einer Welt, in der Raum und Zeit nicht völlig zum gegenwärtigen Moment gehören, sondern auch Teil von Vergangenheit und Zukunft sind. Wir nehmen in ihren Werken Stimmungen wahr, die sich ausserhalb der Zeit befinden.

Gundi Dietz wurde in Wien geboren. Nach einem Erststudium, bei dem sie sich zur Modedesignerin ausbilden liess, schloss sie 1969 ihr Studium der keramischen Plastik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien ab und besuchte anschliessend während eines Jahres die Meisterklasse für Gestaltungslehre. 1982 folgte in Berlin und Los Angeles eine Ausbildung zur Maskenbilderin. Seit 1973 arbeitet Gundi Dietz freischaffend in regelmässig wechselnden Ateliers. Der Wechsel von einem Atelier in ein nächstes war und ist für Gundi Dietz stets unabdingbar und eng verknüpft mit der Veränderung und künstlerischen Erneuerung und Erweiterung ihres Werkes.

Seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit nutzt Gundi Dietz neben Metall und Stein zur Hauptsache das in der Gegenwartskunst als künstlerisches Medium marginalisierte Porzellan für ihre künstlerische Auseinandersetzung. Dabei kann sie alle Formate umsetzen: vom winzigen Netzuke und der aussergewöhnlichen, in allen Farben schillernden Käferkollektion über Plastiken in Grössen, die für frei geformte Porzellankunstwerke technisch wie formal einzigartig sind, bis hin zu Skulpturen in Marmor, Bronze, Aluminium oder Zementguss. Die ausserordentliche Qualität im Hinblick auf Klarheit, Luzidität, Glanz und hautähnlicher Seidigkeit der Oberflächen macht das spröde und äusserst schwierig zu bearbeitende Porzellan für sie zum bevorzugten Material für die Umsetzung ihrer künstlerischen Überlegungen. Die Art und Weise der Formfindung mittels Porzellan, das Nichtvorhersehbare und das Risiko, das Experimentelle und das Offene des Arbeitsprozesses sind für sie entscheidend und stellen eine besondere künstlerische Herausforderung dar. Das Arbeiten mit dem Werkstoff Porzellan, der kaum Korrekturen zulässt und dessen endgültiges Erscheinungsbild, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, erst im Feuer erhält, verlangt von der Künstlerin Virtuosität im Umgang mit dem Material, grosse Konzentration und ein durch unzählige Experimente und langjährige Erfahrung verfeinertes Vorstellungsvermögen.

Die beseelten Figuren von Gundi Dietz zeigen eine stete Ambivalenz und eindringliche Präsenz. Sie wirken kraftvoll und verletzlich, in sich ruhend und triebhaft, heiter und abgründig, anziehend und irritierend, sind dinghaft und doch nicht fassbar. Und so wie sie Haltung zeigen, stark und vital, selbstbewusst und eigenwillig, meint man eine Verwandtschaft zur Künstlerin zu erkennen, die über die Urheberschaft hinausgeht. Jede Figur ist Unikat. Form, Proportionen und Details sind gleichermassen stimmig wie originell und beweisen die aussergewöhnliche Meisterschaft im Umgang mit dem Material und in der Umsetzung der künstlerischen Absicht. Gundi Dietz arbeitet gegen das Gefällige. Schön und hässlich, abstoßend oder anziehend sind für sie nicht klar und einfach zu trennen. Jedes Wesen ist beides, hat seine Würde und seine Wunden.

Die Figuren von Gundi Dietz können philosophisch und als subtile Schilderung realer Befindlichkeit, aber auch als Zeugen einer persönlichen Traumwelt verstanden werden. Die Künstlerin thematisiert in ihrem Werk die Suche des Menschen nach Spiritualität und Transzendenz als auch die unwiderrufliche Einsamkeit der menschlichen Existenz. Den Blick nach Innen gerichtet oder in weite Fernen, entziehen sich die Figuren einer direkten Kontaktnahme und Vereinnahmung und bewahren ein immerwährendes Geheimnis. Sie vermitteln ein Wechselspiel zwischen überindividuellem Bild und schonungloser Spiegelung, Intellekt und Emotion, Seele und Körper, meditativer Stille und erstarrter Bewegung, Verlorensein und Stärke. Gundi Dietz hebt das Menschliche wie das Göttliche, das Instinktive wie das Erhabene im Menschen hervor. Es ist ihr grosses Können und ihre ausserordentliche künstlerische Sensibilität, die beides verbindet: das Fleischliche und das Geistige, Materialität und Immaterialität.


Hanspeter Dähler

Bodies with Soul

Over the years, Gundi Dietz has successively reduced her art works, which evidence both a general idea as well as a personally defined authorship, to their essential form. Her creatures are always more than mere depiction and never a naturalistic representation. They show the artist's world of experience: her knowledge and discernment, her understanding and interpretation of cultural and individual experiences. Gundi Dietz's world is one in which space and time never entirely belong to the present moment, but are also part of the past and the future. In her work we can discern moods that are not bounded by the limits of time.

Gundi Dietz, who was born in Vienna, initially studied to become a fashion designer. She went on to complete studies in ceramic sculpture at the University of Applied Arts in Vienna in 1969, where she then spent an additional year in the master class for design theory. In 1982 she trained as a life mask sculptor in Berlin and Los Angeles. Since 1973 she has been creating her art works in a succession of different studios. The move from one studio to the next has always been indispensable for the development of her work, being closely linked to change and artistic renewal.

Since the beginning of her artistic practice, Gundi Dietz has not only worked with metal and stone, but mainly with porcelain, a material which has been largely marginalized in the contemporary art world. Here, she is able to manage all formats, from the tiny netsuke and her remarkable collection of iridescent beetles to sculptures in sizes technically and formally unique for free form porcelain works and large sculptures in marble, bronze, aluminum and cast cement. The exceptional quality of the brittle and extremely difficult to handle porcelain with respect to clarity, lucidity, luster, and the skin-like silkiness of the surface has made it a preferred material for the realization of her artistic ideas. The different methods available to develop forms with porcelain, the unforeseeable and the risk involved as well as the experimental and open work processes are all decisive for her, in that they pose singular artistic challenges. The handling of the raw porcelain material, a material which hardly allows for correction and whose final appearance is only determined during the actual firing in the kiln, requires virtuosity, a great amount of concentration and an imagination refined through uncountable experiments as well as many years of experience.

Gundi Dietz's animated figures display a constant ambivalence, which lends them a striking presence. They appear to be strong and vulnerable, introverted and extroverted, buoyant and subtle, attractive and irritating, are tangible and yet elusive. Through their bearing, their show of strength and vitality, their self-assurance and individuality one can recognize a kinship with the artist beyond her role as their creator. Each figure is unique. Form, proportion and details are as harmonious as they are inventive and evidence her exceptional mastery, both in handling the material and in the realization of artistic intentions. Gundi Dietz does not intend to create something that is merely pleasing. She does not make a clear and simple separation between beautiful and ugly, between repulsive or attractive; each creature is both, has its dignity and its wounds.

Corps et âme / body and soul

Au fil des années, Gundi Dietz a de plus en plus réduit ses œuvres à leur substantifique moelle - des œuvres qui expriment une idée universelle, tout en témoignant d'une marque de fabrique personnelle. Ses créatures, qui vont toujours bien au-delà de la simple réplique, ne sont jamais des reproductions naturalistes. Elles traduisent le vécu, la connaissance et l'identification mais aussi la compréhension et l'interprétation d'expériences culturelles et individuelles. Gundi Dietz explore un monde où espace et temps n'appartiennent pas entièrement à l'instant présent, mais font aussi partie du passé et du futur. Il émane de ses œuvres des atmosphères intemporelles.

Gundi Dietz est née à Vienne en 1942. Après de premières études pour devenir dessinatrice de mode, elle passe un diplôme de sculpture céramique à l'Ecole supérieure des arts appliqués de Vienne en 1969, puis durant une année, fréquente la classe de maîtrise pour l'enseignement du design. En 1982, elle suit une formation de maquilleuse à Berlin et Los Angeles. Depuis 1973, Gundi Dietz travaille comme artiste indépendante en changeant régulièrement d'atelier. Ce passage d'un lieu à l'autre reste toujours pour elle indissolublement lié à l'évolution, au renouvellement et à l'élargissement artistiques de son œuvre.

Depuis le début de son activité artistique, Gundi Dietz a recours à divers matériaux. Parallèlement au métal et à la pierre, elle se mesure essentiellement à la porcelaine, un médium passablement marginalisé dans l'art contemporain. Voilà qui lui permet de réaliser tous les formats : depuis de minuscules netzukes ainsi qu'une extraordinaire collection de scarabées étincelants, à des statues dont les dimensions, pour des œuvres en porcelaine librement modelées, ne laissent de surprendre aussi bien du point de vue technique que formel, jusqu'aux sculptures en marbre, en bronze, en aluminium ou en ciment coulé. Bien qu'elle soit cassante et très difficile à travailler, la porcelaine présente des qualités exceptionnelles : sa clarté, sa translucidité, la brillance de ses surfaces et leur aspect soyeux comparable au grain de peau, font d'elle un matériau privilégié par l'artiste pour transposer ses réflexions artistiques. La recherche des formes au travers de ce médium, l'imprévu et les risques encourus, le caractère expérimental du processus de travail, mais aussi son ouverture, sont autant de facteurs déterminants pour elle, et représentent un véritable défi artistique. Par ailleurs, le traitement de la porcelaine n'autorise guère de retouches, et seule, la cuisson permet d'aboutir à des formes définitives, sur lesquelles il est impossible de revenir. De tels paramètres exigent de la part de l'artiste une parfaite maestria dans le maniement du matériau, mais aussi une grande concentration et une imagination que bon nombre d'essais et des années d'expérience sont venus affiner.

Les personnages habités de Gundi Dietz dénotent une constante ambivalence doublée d'une présence obsédante. A la fois solides et vulnérables, pondérés et pulsionnels, légers et profonds, attirants et irritants, ils sont éminemment tangibles et pourtant insaisissables. Au travers de leur attitude, de la force et de la vitalité qu'ils révèlent, mais aussi de leur assurance et de leur opiniâtreté, on croit déceler certaines affinités avec l'artiste, qui vont au-delà de son statut d'auteur. Chaque figure est une pièce unique. Formes, proportions et détails, dont la précision le dispute à l'originalité, témoignent d'une exceptionnelle virtuosité dans le traitement du matériau ainsi que dans la transposition de l'intention artistique. Gundi Dietz ne saurait céder à la complaisance. Pour elle, il est malaisé, voire aléatoire de distinguer le beau du laid, d'établir une frontière entre ce qui est repoussant et ce qui attire. Ces deux pôles se retrouvent en chaque être, pétri de dignité et de blessures.

Si les personnages de Gundi Dietz sont susceptibles d'être envisagés sur le mode philosophique et considérés comme une description subtile d'un état d'âme réel, ils peuvent aussi passer pour les témoins d'un monde onirique personnel. Dans son œuvre, l'artiste prend pour thème la quête de l'homme vers la spiritualité et la transcendance, mais aussi l'irrévocable solitude qui sourd de l'existence humaine. Le regard tourné sur eux-mêmes ou vers le lointain, les personnages échappent à toute prise de contact directe, et restent les gardiens d'un perpétuel secret. Ils offrent une alternance entre image supra-individuelle et implacable reflet, intellect et émotion, corps et âme, silence méditatif et mouvement figé, désarroi et puissance. Gundi Dietz fait ressortir à la fois tout ce qu'il y a d'humain et de divin, d'instinctif et de sublime dans l'homme. Sa grande dextérité et son extraordinaire sensibilité artistique associent les deux : le charnel et le spirituel, la matérialité et l'immatérialité.